Struktur des Förderschwerpunktes
Für einen sachgerechten, angemessenen und vor allem nachhaltig wirksamen Umgang mit Boden- und Grundwasserverunreinigungen ist es erforderlich, die im Untergrund ablaufenden natürlichen Abbau- und Rückhalteprozesse (NA)-Prozesse besser als bisher zu verstehen, zu bewerten, zu quantifizieren sowie z.B. bei der Gefahrenbeurteilung und Sanierung gezielt zu nutzen und zu unterstützen.
Im Rahmen des vom BMBF initiierten Förderschwerpunktes "KORA - Kontrollierter natürlicher Rückhalt und Abbau von Schadstoffen bei der Sanierung kontaminierter Grundwässer und Böden" (Laufzeit 2002 - 2007) wird erforscht, ob und unter welchen Randbedingungen natürliche Abbau- und Rückhalteprozesse einen Beitrag bei der Gefahrenermittlung, Gefahrenbeurteilung und Gefahrenabwehr auch im Zusammenhang mit einer Wiedernutzbarmachung von schadstoffbelasteten Grundwasserleitern und Flächen liefern können. Des weiteren sollen rechtliche und ökonomische Fragen sowie Maßnahmen zur Förderung der Akzeptanz untersucht werden. Die Schaffung von Referenzstandorten, an deren Beispiel gezeigt werden soll, wie die natürlichen Abbau- und Rückhalteprozesse erfasst und berücksichtigt werden können, ist vorgesehen.
Die über 60 Projekte werden an über 18 verschiedenen, jeweils branchentypisch belasteten Standorten (u.a. Raffinerien, Gaswerke, Chemiewerke, Deponien und Rüstungsaltlastenstandorte) durchgeführt. Die Projekte sind in acht Themenverbünden zusammengefasst. Die Themenverbünde 1 bis 6 sind nach branchentypischen Schadstoffen, die Themenverbünde 7 und 8 nach übergreifenden Gesichtspunkten organisiert.
Für die Sicherstellung der Zusammenarbeit innerhalb der Themenverbünde wurden Koordinatoren berufen. Die Themenverbundkoordinatoren der standortbezogenen Themenverbünde (TV 1-6) werden die Branchenleitfäden ihrer jeweiligen Themenverbünde erarbeiten. Die Themenverbundkoordinatoren der projekt- bzw. standortübergreifenden Themenverbünde (TV 7 und 8) werden bei der Erstellung der Branchenleitfäden und der Handlungsempfehlungen mitwirken.
Die Projektübergreifende Begleitung hat die Aufgabe, alle Akteure des Förderschwerpunktes aktiv zu unterstützen.Sie stellt das Zusammenwirken der einzelnen Themenverbünde zu dem gemeinsamen Werk der Branchenleitfäden sicher. Sie wird als Ergebnis die Handlungsempfehlung erarbeiten und durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit die Akzeptanz der anderen Produkte des Förderschwerpunktes (Formulierungsvorschlag des Lenkungsausschusses und Leitfäden der Themenverbünde) erhöhen.


